Im Video siehst du genau das, was Du vermutlich erwartet hast,

wenn du an einen Schäferhundverein denkst.
Hunde die mit Stöcken geschlagen und "scharf" gemacht werden.

Hunde die lernen Menschen zu beissen.
Mit ziemlicher Sicherheit wirken diese Bilder für dich befremdlich.

Ich möchte folgende Behauptungen aufstellen:

 

- Die Hunde im Video gehen nicht im Wald jagen
- Unsere Hunde fressen keine Menschen
- Sie zerren nicht an der Leine und Bellen dabei lautstark umsich
- Unsere Hunde begrüßen den Postboten freundlich
- Wir gehen mit unseren Hunden spazieren, nicht der Hund mit uns
- Wenn wir mit unseren Hunden an anderen Hunden vorbei kommen, laufen

   unsere freundlich nebenher.

 

Die Liste kann ich unendlich weiterführen...

Warum ist das so ?
Jeder Hund hat angeborene Triebe oder auch Instinkte,

diese benötigen auslösende Schlüsselreize um aktiviert zu werden.

Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

 

Beispiel: Ich gehe mit meinem Hund spazieren, genau vor uns springt ein Hase auf und rennt davon.
"Hase rennt weg" (Schlüsselreiz für Jagdtrieb) -> Hund rennt hinterher.


Noch ein Beispiel: Der Postbote klingelt an der Tür. Was macht der Hund? Genau! Er rennt ebenfalls zur Tür und bellt.

In diesen Beispiel wird der sog. Territorialtrieb angegsprochen.

 

Können diese Triebe / Instinkte nicht befriedigt werden, kommt es zu sogennanten Übersprunghandlungen.
Diese Handlungen ergeben für uns Menschen keinen Sinn und sind unlogisch.
Beispiel dafür: der süße kleine Yorkshire Terrier geht mit Omi spazieren, zerrt wie wild an der Leine und Bellt alles was sich bewegt an.

Diese Hunderasse wurde ursprünglich gezüchtet um Ratten und Hasen zu jagen, hat also eine geringe Reizschwelle in Bezug auf den Jagdtrieb.
Da dieser Trieb vermutlich unbefriedigt bleiben wird, ändert sich das Verhalten des Hundes nicht.

Kommen wir zu den gezeigten Bildern im Video:
In den Übungen die man sieht, beisst der Hund in einen Schutzarm.

Dieser stellt also die Beute dar. Ist die Übung erfolgreich ausgeführt,  bekommt der Hund den Arm geschenkt und darf diesen als Trophäe herum tragen.


Der Hund wird niemals einen Menschen, auf Befehl in den Arm beißen, da er keine Beute ("Schutzarm") bei sich hat.
Beim Stock der zu sehen ist handelt es sich um einen Softstock. Die "Schläge" sind meistens angedeutet.

Dies wird durchgeführt, damit der Hund lernt, nicht zurück zu weichen. Sollte der Stock den Hund berühren, merkt dieser davon kaum etwas, da es sich um ein weiches Material handelt.
In der Schutzhund-Ausbildung sprechen wir jede Menge natürliche Triebe des Hundes an:
Beutetrieb, Wehrtrieb, Spieltrieb etc...

 

Diese Triebe werden beim Schutzdienst befriedigt und unsere Hunde sind ausgeglichene Begleiter im Alltag.

Nicola Bivona
Trainerteam

 

 

Erfordert die Mitgliedschaft im SV oder einem anderen VDH anerkannten Verein.

 

Unsere Angebote und genaue Beschreibungen findest du in den Unterpunkten

zum Hauptpunkt <Ausbildung>


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